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Das Adlerküken ~
Eine Parabel

von Liane Badjou

Übersetzung: Gertrud Althausen


 

Es war einmal ein Adlerküken das sich einen Weg durch die Eierschalen nach draußen pickte. Es sah sich um und sah das Nest, die Eierschale und seine Eltern.

Der junge Adler wuchs und bemerkte dass er sich sehr einsam fühlte im Nest, er vermisste etwas. Er bekam Brüder und Schwestern aber das Gefühl der Einsamkeit blieb. Er vermisste noch immer etwas, entdeckte aber auch dass da noch mehr war wie das Nest und darum zog er aus um die Gegend zu untersuchen. Er lernte wie er seine Flügel gebrauchen musste. Dan lernte er fliegen und dadurch lernte er andere Vögel kennen und auch sie hatten ein Gefühl von Einsamkeit und waren auf der suche nach etwas.

Im Laufe der Zeit wurde seine Welt immer größer und weitläufiger. Er lernte vieles so unterwegs und entdeckte eine Kraft in sich selbst die ihm die Möglichkeit gab immer höher zu fliegen und alles besser übersehen zu können. Und natürlich lernte er beiläufig auch dass fallen und aufstehen auch zum Leben gehörten. Die wichtigste Lektion war aber dass alles so gut war wie es war. Jeder Sturz, ein gebrochener Flügel, alles hatte einen Sinn und jedes Mal fand er wieder die Kraft um noch höher zu fliegen.

Das vertrauen, dass alles so gut war wie es war, brachte ihn weiter und weiter und höher auf seinem Weg und er erreichte den Überblick. Er ordnete seine Federn denn inzwischen hatte er ein prachtvolles Federkleid bekommen. Jeder Feder war ein Symbol für ein Hindernis das er überwunden hatte. Er fühlte sich prima und die Gefühle von Einsamkeit und Unzufriedenheit waren verschwunden.

Er erzählte den anderen, noch suchenden, Vögeln von seinen Erfahrungen und nahm sie so mit in den unbekannten Höhen seiner Flüge. Höhen die sie nicht fliegen wollten aus Angst und weil ihre innerliche Kraft bisher nicht groß genug war.

Er realisierte sich dass er seinem Ziel immer näher kam und dass das Gefühl der Einsamkeit ein Zeichen von schwacher innerlicher Kraft gewesen war. Immer stärker wurde seine Kraft, er fühlte es sehr gut, wodurch die Einsamkeit immer schwächer wurde und langsam verschwand. Immer mehr war er in Harmonie mit dem Lebenslauf, alle um sich herum und er sah auch wie alles zusammenpasste, dass jeder das selbe suchte und Lehrling war. Nun erst begriff er dass man nicht so weit weg suchen muss. Die Kraft und das Licht sind im Inneren. Du brauchst nur zu ‘sein’ um deine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Der Adler liebte das fliegen, die weit reichende Aussicht und Überblick und er genoss davon seine Erfahrungen zu teilen und ansonsten nur zu ‘sein’. Es ist gut so wie es ist und es ist nur noch Platz für Harmonie und Einheit.