Amadis


Die Nada Chroniken, Lieferung 32

© Hans Brockhuis 2006

Übersetzung: Ashtara-Linara


Heute möchte ich Euch auf eine Reise durch das Universum mitnehmen, die ich vor kurzem selbst gemacht habe. Mitten in jener speziellen Nacht war ich durch einen ungewohnten Ton in meinem Schlafzimmer aufgeweckt worden. Es schien, als ob etwas auf dem Boden kratzte, und, obgleich ich bei jedem gewöhnlichen Geräusch weiterschlief, die meine Frau jedes Mal aufweckten, ich war es, der dieses Mal aufwachte. Ich hörte meine Frau friedlich atmen, während sie auf der anderen Seite des Bettes trotz dieser Geräusche weiterschlief.

Eine Dame, die mit einem Overall bekleidet war, zog meine Aufmerksamkeit sogleich auf sich, als ich das Licht auf meinem Nachttisch anknipste. Sie sah mich freundlich an und bat mich ohne jedes Wort, mit ihr zu kommen.

Sofort fühlte ich, dass ich das tun soll, denn ich wusste, wer sie war. Ihr Name ist Moira, ich traf sie mehrere Male zuvor während meiner telepathischen Abenteuer und Gespräche mit anderen Welten als der unseren.

Eine dieser Unterhaltungen lief so, wie ich sei weiter unten beschreiben werde. Zuerst war Magda, meine Führerin, das Thema, aber bald nur noch Amadis.

„...Magda war, wie Du vielleicht weißt, einer Deiner Brüder in einer Inkarnation auf dem Morgenstern. Dieser Planet ist nicht die Venus, aber Amadis, der dritte Planet im sogenannten Moira-System. Du und Magda lebten dort vor ungefähr 800 Jahren Magda hatte dort einen anderen Namen: Armodac; Du warst seine einzige Schwester, Vodelm.“

„Aber Moira“, unterbrach ich, „aber dann hast Du ja den selben Namen wie der Stern Deines Planeten.“ „Ja“, war die Antwort, „was für ein Zufall, huuu?“
„Ja, aber ich weiss, dass es diesen Zufall nicht gibt.“
„Das ist richtig, ich erhielt den Namen jener Sonne, wie es auf der Erde Namen gibt, wie Selena, der sich auf Euren Mond bezieht.“

Das musste ich erst einmal „schlucken“.
„Moira ist auch die angelsächsische Form für Maria, nicht wahr?“, war meine nächste Frage.
„Du hast vollkommen recht“, sagte sie. „Maria, die Mutter Jesu des Nazareners, wurde in einer früheren Inkarnation auf Amadis geboren. Die Theologen wissen nicht das geringste darüber. Verstehst Du? Auf diese Art bekommst Du ganz andere Informationen als wenn Du im Gefüge Deines eigenen Planeten geblieben wärst.
„Danke, Moira. Natürlich ist das kein Zufall. Dein Name ist Moira, richtig? Kannst Du mir etwas darüber erzählen?“

„Mein Name“, ertönte die Antwort, „ist an den Stern Moira gebunden, weil ich viele Inkarnationen auf Amadis hatte. Das ist da, wo Du und ich uns trafen. Du warst die Schwester von Magda/Armodac, und ich war zu dieser Zeit Dein Meister im Lehren von Raumfahrt. Zusammen mit anderen besuchten wir unter anderem die Erde, und da halfen wir beim Lösen einer Anzahl von politischen Problemen die es gerade da gab, was heute China ist. Es fanden einige Kriege statt, und viele verloren ihr Leben. Das war bevor wir die Entscheidungsträger mental infiltrieren und sie davon überzeugen konnten, dass das zu enden hat. Du warst noch immer eine Studentin und hattest nur auf unser Fahrzeug aufzupassen. Ein gewisser Moterdimus, ein paar andere und ich erledigten die eigentliche Mission.

„Wow“, dachte ich für mich. „Das ist schon etwas!“ Lass mich überprüfen, um was es genau geht. Vor achthundert Jahren, das war dann so um 1200. Ich schnappte mir meinen „DTV-Atlas zur Weltgeschichte“ und suchte danach... Und ja tatsächlich: da war es: 1205 – 1209: Unterwerfung des Hsia-Hsia-Reiches, die Grundlage, China anzugreifen.
1211 – 1215: Zerstörung des Chinesischen Reiches. Die Mongolen verteilten ihre Militärmacht auf zwei jährliche Angriffe, wofür sie später die Technik der Chinesen übernahmen: Artillerie, Fernmeldesysteme, die Art, eine Armee aufzulösen, etc. Ich musste mehr darüber wissen.

„Moira, haben die Begebenheiten, von denen Du sprichst, etwas mit dem zu tun, was ich gerade im DTV-Atlas zur Weltgeschichte gelesen habe?“
„Das ist richtig, Hans. Es geht um den Zusammenbruch des Chinesischen Reiches um 1212.“
„Die Angriffe der Mongolen.“
„Natürlich brauchte es Jahre, bis wieder so etwas wie Frieden war.“

Ich hatte das zunächst wieder einmal zu „verdauen“, bis ich mit der Unterhaltung weiterfahren konnte...
„Ich brauchte etwas Zeit, um mich von diesem Schock zu erholen. Okay, eine andere Frage: Die Wolkenformation, die ich während eines Déjà vu-Gefühls der grossen baumlosen Ebene vor ein paar Jahren sah; hat das etwas mit Amadis zu tun?“
„Sicher, Hans, und Du weißt es in Deinem Herzen. Während eines Teils jenes Lebens lebten und arbeiteten wir in der Nähe einer Ebene, die Ebene des Honigs genannt wurde. Sie wurde so genannt, weil es dort zahllose Bienen gab. Der Honig wird in aller Art Nahrung verwendet. Wir lieben diesen Honig und essen sehr viel davon. Aber die Ebenen sind so gross, dass es dort immer Honig gibt. Wir trafen mit den Bienen eine Abmachung, welche einen doppelten Gewinn für uns und die Bienen ergab.“

„Okay, dankeschön.“ Nun möchte ich gerne etwas über die Bevölkerung von Amadis erfahren. Ist Moira eine der Mohra-Triomne-Zivilisationen; ist Moira vielleicht eine Umschrift dafür?“
[Siehe auch: Die 24 Zivilisationen H.B.]
„Nein, Hans, es ist nicht umschrieben. Moira ist der Name des Sterns, und die Mohra-Triomne-Zivilisation lebt auch auf anderen Planeten. Wir sind Teil der 24 Zivilisationen, und wir verteilen uns im ganzen Universum mit unseren Transport-Schiffen, um Sub-Zivilisationen zu gründen. Das ist es, worin wir gut sind, und können so am besten dem Universum mit Transporten dienen. Unsere Mission im Jahre 1212 war eine einmalige Angelegenheit. Die direkte Intervention auf der Erde würde von den Menschen von Hoova übernommen.“
„Könntest Du mir noch mehr über Amadis erzählen, Moira?“
„Gut; ich werde Dir das wichtigste in Kürze sagen. Der Stern, den Eure Wissenschaftler Barnard’s Stern nennen, heisst Moira... Moira hat eine Reihe von Planeten, von denen der Morgenstern, Amadis, der dritte Planet ist. Technisch gesprochen ist es kein guter Name, aber Euer Morgenstar ist auch kein Stern sondern ein Planet.
„Moira, Leben auf Amadis muss rötlich sein, Moira/Barnard’s Stern ist ein roter Zwerg, ist das nicht richtig?“
„Nein, weil das rote Licht von einer Gasschicht gefiltert wird, das ist so etwas wie Eure Ozonschicht. Sie stoppt die kosmische und andere Strahlungen. Das Hauptlicht der Erde ist gelb/blau; mit uns ist es grün/rot. Natürlich wird dadurch die Perspektive verändert, aber es gibt absolut kein Problem, wenn wir Terra besuchen. Am Rande bemerkt – wir gaben der Erde den Namen Opdum.“
„Was bedeutet das?“
„Was glaubst Du, was Opdum heisst?“
„Erde?“
„Natürlich.“
„Ich nehme an, Ihr verwendet nicht die lateinische Schreibweise?“
„Bei uns gibt es verschiedene Rassen mit ihren eigenen Schreibarten.“
„Ich würde gerne wissen, Moira, welche Namen Ihr den anderen Planeten gegeben habt, und könnte ich vielleicht einige technische Informationen erhalten?“
„Wie Du wünschst. Lass uns einiges wiederholen. Der zentrale Stern ist Moira. Es ist ein Roter Zwerg, wie Du es nanntest, und aus Deinem Blickwinkel gesehen ist er Teil des Sternzeichens Opiuchsus/Schlangenträger. Du kannst Moira fast nur von der südlichen Erdhalbkugel aus sehen. Dieser Stern bewegt sich nicht weniger als 10’’ 31’ im Jahr, was von seinem Führer verursacht wird. Deshalb ist unser Jahr nicht sehr lang.“

„Zur Erde beträgt die Distanz 5,97 Lichtjahre, und wenn Du ihn von der Erde aus betrachtest, ist er der nächste Stern neben den Alpha Centauri-Sternen. Moira ist ein astronomischer Doppelstern. Er hat einen Führer mit einer Masse von ungefähr 1,5 mal mehr als Jupiter.
Der erste Planet ist Aum. Er ist klein und unbewohnt, zu warm für Leben, genau wie Euer Merkur. Aum bedeutet so etwas wie Inferno. Und so, Hans, hast Du das erste Wort in unserer Sprache gelernt!
Der zweite Planet wird Aino genannt. Er ist zweimal so gross wie die Erde, und er ist unfruchtbar. Er hat keine Atmosphäre und ist auch nicht bewohnt. Aino bedeutet klar und rau.
Der dritte Planet ist Amadis, etwas grösser als Aino. Es ist ein Planet, auf dem Wasser und Land jeweils zur Hälfte vorkommen, was bedeutet, dass die Kontinente sehr viel grösser sind als jene auf der Erde. Auf dem nördlichen Kontinent, der die Grösse Eures Grossen Ozeans hat, liegt die riesige Ebene des Honigs.

„Die meisten Menschen auf Moira, in etwa 800 Milliarden, leben auf dem nördlichen Kontinent, Bagion. Auf dem südlichen Kontinent, Welda, leben andere Rassen, welche teilweise empfindungsfähig sind. Ich werde Dir über sie später berichten.“
„Moira, sehen die Menschen auf Moira so wie die Greys aus, wie sie Whitney Strieber in ihrem Buch beschrieben hat?“
„Nein, Hans. Das ist nicht der Fall. Jene Wesen kommen von viel weiter her, von Zeta Reticuli. Wir sehen mehr wie Ihr aus, obwohl es grosse Unterschiede gibt, und wir sind viel grösser. Du wirst uns später sehen. Der vierte Planet ist ein grosser Gasplanet. Irgendwie wie Jupiter, und wir gaben ihm den Namen ‚Darn’. Der fünfte Planet ist Apich, was gross und weit entfernt bedeutet. Gross ist Ap, und weit entfernt ist Ich.
Dann gibt es noch einige kleinere Gasplaneten, Omidis, was schön bedeutet, weil er blinkt, und Moriom, was rückwärts heisst. Dieser Planet kreist anders um Moira. Dann gibt es noch Maliom (hier herum) und Mihanium (dort herum).)

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Dieses Gespräch fand vor ein paar Tagen statt, und nun endete Moira, um mir Amadis zu zeigen. Aber das ist eine andere Geschichte...

(Fortsetzung folgt)

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