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| Imertnebes, der hemet-Netjer
oder der Diener Gottes schob langsam den schönen gestickten Schleier
zur Seite und schritt langsam über die Schwelle des Heiligtums.
Dann kniete sie sich in einer fliessenden Bewegung vor ihrer Göttin
Renenwetet nieder. Die junge Frau, die in ihrem fast durchsichtigen
Gewand aus reinem Leinen fast wie ein grosser weisser Vogel aussah,
murmelte ihr Morgengebt, während die Göttin mit dem Schlangenkopf
voller Mitgefühl auf sie herunterblickte.
„O Renenwetet, gefürchtet von den
Göttern, Ausdruck des vergöttlichten Gewobenen Kleides.
Wie glücklich sind jene, die Dich sehen, ausgestattet mit Deinem
Kopfschmuck von Re’s Stirn. Dein königlicher Schurz ist Hathor,
und Deine Feder ist die Feder eines Falken, und mit all dem steigst
Du zum Himmel empor mit Deinen Brüdern, den Göttern... [...]“
Nach dem Gebet beeilte sich Imertnebes
(Nibi für enge Freunde), die Gaben vorzubereiten, welche der
Göttin solange es noch kühl war in Kürze geopfert werden
sollten. Einen Moment später kamen sowohl die Vorbeter als auch
die Sänger, welche sie hinter dem Schleier während der Opferzeremonie
begleiten würden.
Wie gewöhnlich stand der Tempelkomplex
der Stadt nahe dem Nil in Oberägypten. Die Siedlung der gewöhnlichen
Menschen lag ein wenig weiter jenseits, und es geschah äusserst
selten, dass ein Normalsterblicher mit einem Gesuch oder einem anderen
Auftrag an dem Tor klopfen würde. Trotzdem gab es viel Kontakt
mit den Leuten. Dort wurden sie weitgehendst mit den Lebensmitteln,
welche für das Dankopfer gedacht waren und für die Göttin
Renenwetet ausgewählt wurden, versorgt.
Bald würde ein Fest in der Stadt
stattfinden. Am 29. Hathyr jeden Jahres führt Renenwetet in einem
Mesektet-Boot eine Prozession an. Die Vorbereitungen waren in vollem
Gange und kamen gut voran, so dass Imertnebes eine Audienz halten
konnte. Nachdem sie durch den Rhythmus der Worte der Vorbeter und
der Trommeln in eine Trance versetzt wurde, begann sie eine Seelenreise
zur oberen Welt, um die Göttin zu treffen und sie zur Übermittlung
der Antworten auf Fragen einzuladen. Wenn nötig, würde sie
danach zur Unterwelt absteigen, um die Seelen, die hinübergegangen
sind, zu begleiten, oder um die kranken Seelen ins Hier und Jetzt
zurückzubringen.
- 2 -
Während sie Make-up auf ihre mandelförmigen
Augen auftrug und darüber nachdachte, was sie gefragt werden
würde, klopfte ein Bediensteter gegen eine der Säulen am
Eingang. Ihre treu ergebener Dienerin Nuthotp – die aus Negada kam
– bat um die Erlaubnis, einzutreten. Nachdem sie die vorgeschriebene
Ehrerbietung absolvierte, bedeutete Imertnebes ihr, dass sie sprechen
durfte. Die Dienerin stammelte: „Herrin, gerade kam ein Diener des
Schriftgelehrten Meranchef an. Er trug ein Papyrus mit sich.“
Das war höchst ungewöhnlich,
und Imertnebes
hatte so etwas vorher noch nie erlebt. Sie runzelte die Stirn. „Sagte
der Mann etwas?“ „Nein, Herrin,“ war die Antwort, „das war alles.“
Mit gesenktem Kopf händigte sie die Rolle aus, und nachdem ihre
Dienerin gegangen war, las sie die Botschaft.
„Ich bin der oberste der Schriftgelehrten,
Meranchef, und Regierungsoffizieller des Pharao. Im Auftrag des Pharao
regle ich die Steuereinnahmen und die Gerichtsbarkeit in diesem Bezirk.
Ich bin eine sehr wichtige Person, und wegen dieser Funktion und da
ich ein Sohn dieses Landes bin, ehre ich Renenetwet, gefürchtet
von den Göttern, sehr. Im gleichen Ausmass respektiere ich Dich,
Dienerin der Göttin, und lasse Dich wissen, dass ich während
der Audienz der Göttin eine Frage stellen werde, auf die ich
eine nützliche Antwort erwarte. Weiterhin bitte ich Dich, diesen
Brief sofort zu vernichten.“
Das war alles, aber Imertnebes war wegen
der Konsequenzen dieses Papyrus schockiert. Meranchef war ein wichtiger
Mann. Seine Worte zu ignorieren, könnte schwerwiegende Konsequenzen
nach sich ziehen. Mehr noch, wenn sie nicht imstande wäre, auf
die Frage keine andere als eine ungünstige Antwort zu geben,
würde sie den Zorn der Göttin heraufbeschwören. Sie
hatte bei ihrer Einweihung der Göttin gegenüber Loyalität
geschworen, und es wäre undenkbar, dass sie ihre Worte ignorieren
würde. Kurz – sie war in eine sehr schwierige Position gebracht
worden, und – da sie niemand um Rat fragen konnte wegen ihrer schwierigen
Lage, da sie die Personifizierung der Göttin war – eine schwere
Last war auf sie gelegt worden. Ihre vorher sonnige Stimmung wich
einem Kopf voller Zweifel, und das einzige, woran sie denken konnte,
war, zum Tempel zu gehen, und die Göttin selbst um Rat zu bitten.
Wenige Momente später kniete sie
sich nieder, um ihre Frage an die Göttin zu formulieren. Renenwetet
wusste, um was es ging und antwortete mit folgendem Rat:
„Imertnebes, meine liebe Freundin, fürchte
Dich nicht. Die Frage, die Meranchef stellen möchte, wird Dich
und alle Anwesenden in Verlegenheit bringen. Aber sie wird Euch nicht
verletzen. Bist Du nicht die Dienerin der Göttin, die von den
Göttern gefürchtet ist? Ist das ein Unterschied zu den Sterblichen?
Antworte frei. Als Du in dieses Leben inkarniert bist, gabst Du Dein
Wort, dass Du immer mit mir verbunden bleibst; das gleiche gilt auch
umgekehrt. Vertraue darauf, liebste Freundin. Wir werden uns bald
treffen, und genau wie für Dich wird das auch für mich ein
grossartiger Tag sein.“
Die wohlbekannte Stimme, die immer auf
einer unbewusster Ebene zu ihr sprach, verstummte. Es war gut, so,
wie es war. Sie würde die Audienz vertrauensvoll erwarten, und
sie würde die Fragen, die man an sie richtet, beantworten. Was
dann passiert, war nicht sicher, aber es würde sie nie mehr verletzen.
- 3 –
Die Audienz ging ohne schockierende Ereignisse
weiter. Die gewöhnlichen Fragen drehten sich um Landbesitz, Streitigkeiten
zwischen Nachbarn und Geldprobleme. Obgleich sie nicht der Richter
der Gegend war – das war Meranchef -, wollten die Bewohner ihre Fragen
an religiösen Feiertagen an Imertnebes richten, denn es kostete
viel Geld, vor den zivilen Gerichtshof damit zu treten. Demgegenüber
gab man der Priesterin eine kleine Spende für die Göttin,
und da ihre Antworten immer grosse Weisheit gebaren, kamen die Zivilisten
zu diesen Gelegenheiten in grosser Anzahl. Imertnebes neigte dazu,
ihre Audienzen von einem grossen Sitz auf einer hohen Terrasse vor
dem Tempel zu halten, getrennt von der zusammengekommenen Menge durch
neun Stufen im Vorhof.
Die jungen Priester begleiteten einen
nach dem anderen der Fragesteller und ihrer möglichen Gegner
auf die Stufen. Die Angelegenheit war noch in der Schwebe, als einer
der jungen Priester die Frage und die Umstände in kurzen Stichworten
vortrug. Imertnebes reichte danach – in Trance – die Antwort von Renenwetet
weiter, und danach wurde der nächste Fragesteller zur Terrasse
geleitet.
Gegen Ende des Nachmittags, als die meisten
Fragesteller daran waren, kam plötzlich Unruhe auf dem Vorhof
auf. In einer Sänfte sitzend, die von vier nuberischen Sklaven
getragen wurde, wurde Meranchef vor den neun Treppen abgestellt. Die
Wächter, die dabei waren, verdrängten jeden von der Terrasse,
ausser Imertnebes und Sanchesi, ihren wichtigsten Priester. Ohne abzuwarten,
schritt der Schriftgelehrte auf die Stufen. Ungeachtet der Proteste
des Priesters, verbog der Schreiberling seinen Kopf, und, obwohl er
nicht kniete, was ungewöhnlich war, erteilte Imertnebes ihm durch
ein Nicken das Wort. Währenddessen streckte Sanchesi seine Hände
verzweifelt in die Luft.
„Herrin“, sagte der Mann auf seltsam drohende
Weise, „ich habe eine wichtige Frage an die Göttin. Ich erwarte
eine gut-beratene Antwort von ihr.“ Er schaute direkt in die Augen
von Imertnebes. „Weil Dein königlicher Schurz Hathor ist, Göttin,
glaube ich nicht, dass Du mich hinderst.“
„Lass es heraus, Meranchef.“
„Gut, ich mache es kurz.“, flüsterte der Schriftgelehrte/Richter
fast. Aber trotzdem gelang es ihm, sehr arrogant zu sein. „Da die
Göttin weiss, trachte ich nach dem höchsten Amt. Nicht nur
in diesem Distrikt, sondern auch in der Hauptstadt. Ich muss meine
Absichten nicht weiter erklären. Meine Frage ist, ob die Zeit
reif ist, und ob die Göttin mir ihren Segen gibt. Das ist alles.“
Sanchesi’s Mund öffnete sich vor
Verblüffung, da er der einzige war, der diese Frage hörte.
Weiss wie ein Leinentuch wollte er ausrufen, dass eine solche Frage
unangemessen und absolut verdammenswert sei. Der Priester wurde jedoch
mit Stummheit geschlagen und konnte kein Wort äussern.
Imertnebes jedoch blieb ruhig wie Eis
und sagte in einem angemessenen Tonfall: „Renenwetet wird liebevoll
auf die Frage des Schriftgelehrten antworten. Habe für einen
Moment Geduld.“
Nach ein paar Augenblicken begann Imertnebes
wieder zu sprechen:
„Meranchef, guter Mann, ich danke Dir
dafür, dass Du Dir die Mühe machst, mich zu befragen. Obwohl
Du die Eigenschaft hast, so hartnäckig zu sein, fühle und
weiss ich, dass Deine Seele von Angst und Zweifel geplagt wird. Du
hattest in Deiner Jugend so viel Unglück aushalten müssen,
aber trotzdem brachtest Du es fertig, so einen hohen Stand in diesem
Distrikt zu erlangen. Tief in Dir weißt Du, dass das Amt, das
Du so tüchtig ausführst, das höchste ist, das Du erreichen
kannst. Deshalb frage nicht weiter, Meranchef, Du hast Dein Lebensziel
erreicht, und Du erfüllst es, abgesehen von Deinem äusserlichen
Auftreten, ehrenhaft und selbstbewusst.“
Während die Priesterin sprach, verfärbte
sich sein Gesicht purpurrot. Es war klar, er hoffte, etwas anderes
zu hören. Ohne ein Wort zu sagen und mit geballten Fäusten
eilte er die Treppen hinunter, und ohne Zeit zu verlieren, stieg er
in seine Sänfte und verliess so schnell als möglich den
Vorhof, all sein vorhergehendes hochmütiges Verhalten verloren
habend, alle in höchster Überraschung zurücklassend.
Nachdem Sanchesi nach einer Weile seine Fassung zurückgewonnen
hat, verkündete er, dass die Audienz zu Ende sei und zog sich
zusammen mit Imertnebes und den anderen Priestern in den Tempelbezirk
zurück.
- 4 –
Imertnebes wusste, dass es nicht lange
dauern würde, bis sie sich erklären muss. Nach alledem konnte
sie den Erwartungen eines wichtigen Mannes, wie dem Schriftgelehrten,
nicht nachkommen. Sie fragte sich, ob sie fähig wäre, morgen
die Prozession mit dem Mesektet-Boot zu auszuführen. Sie seufzte:
Das war es. Sanchesi musste es machen. Es war unmöglich, die
Prozession zu verschieben oder ausfallen zu lassen. Du könntest
es Dir nicht leisten, die Göttin warten zu lassen.
Während die Dunkelheit hereinbrach,
befand sich Imertnebes in ihren Kammern, eine heilige Papyrusrolle
studierend, als ein bekanntes Klopfen Nubhotp’s an der Säule
am Eingang ertönte. Sie seufzte. Das war es, und auf die Frage
ihrer Dienerin schloss sie sich dem Wachmann Meranchefs, der ihn gesandt
hat, an, um ihm zu folgen. Nicht lange danach befand sie sich in dem
Raum, wo Meranchef gewöhnlich seine Gefangen verhörte. Er
sass auf einer Art Thron, und eine Sklavin fächerte ihm kühle
Luft mittels einer sehr grossen Pfauenfeder zu.
Scheinbar gleichgültig sass er auf
seinem Stuhl, die Fingerspitzen aneinanderpressend und schaute leutselig
durch die halb geschlossenen Augenlider auf Imertnebes herab, die
ein paar Schritte von ihm entfernt stand.
„Junge Lady, ich kann mich nicht von dem
Eindruck lösen, dass Du eine „dringende Anfrage“ von mir ignoriert
hast.“ Seine vorherige entgegenkommende Haltung der Priesterin der
Göttin gegenüber war vollkommen verschwunden. „So etwas
kann nicht ungestraft bleiben.“ Ein sadistisches Lächeln lag
um seinen Mund. „Hast Du irgend etwas zu sagen?“
Imertnebes fand keine passende Antwort
und wartete resigniert darauf, was passieren würde. Stockschläge?
Ein Floss auf dem Nil – ohne Schatten? Steinigung, nachdem man lebendig
in der Wüste begraben wurde? Sie würde es bald wissen. Aber
sie wusste, dass Renenwetet sie beschützen würde, und diese
Vorstellung hielt sie am Leben.
„Keine Antworten, eh? Auch keine Verteidigung.
Nun weißt Du nichts mehr zu sagen. Deine schönen Worte
sind Dir vergangen. Die Anklage ist somit erwiesen.“ Er schäumte
beinahe vor Wut. „Gehilfe“, sagte er zu einem Diener, „schreibe nieder:“
„Heute, 28. Hathyr, etc. etc., verurteile
ich Imertnebes, die sich selbst Priesterin nennt, wegen äussester
Fahrlässigkeit während sie ihr Amt ausübte, welches
ihr auferlegt wurde, wodurch sie andere in unnötige Lebensgefahr
brachte, zum Tode durch Einschliessen ihres elenden Körpers in
einer nahe gelegenen Höhle. Während ihres Aufenthaltes in
der Höhle ist es niemandem erlaubt, sie zu unterstützen,
ihr Nahrung zu geben oder mit Wasser zu versorgen. Ich habe gesprochen.“
- 5 –
Von dem Augenblick an, da die Maurer das
letzte Loch geschlossen haben, wusste Imertnebes, dass sie bald den
Zustand des „Ba“ erreichen und ihre Seele dann als weisser Vogel ins
Jenseits fliegen würde. Sie wartete auf diesen Moment. Der Schriftgelehrte
hoffte, sie würde nach dem Schuldspruch zusammenbrechen, aus
der Fassung geraten und ihn um Gnade anjammern und anflehen würde.
Doch Imertnebes gewährte diesem herzlosen Mann diese Genugtuung
nicht. Völlig ruhig, wissend, dass Renenwetet nahe war, erwartete
sie ihr Schicksal.
Und nun war sie alleine mit ihrer Göttin.
Sie fühlte sich noch mehr eins mit ihr als jemals im Tempel.
Jetzt kam noch ein Gefühl der Vollendung hinzu. Ein Wissen, dass
sie bald daheim sein würde, um in die Gemeinschaft der Seelen,
die von der Unterwelt aus die Menschen des Nils beobachteten, wie
sie ihr Leben lebten, aufgenommen zu werden. Es fühlte sich an,
als ob sie eine neue Dimension betrat, von der sie alles aus einer
scheinbar hohen Position aus beobachten könnte. Auch bemerkte
sie, dass sie sich mit all den anderen Seelen identifizieren konnte.
Sie fühlte, dass Sanchesi mit seiner Kunst am Ende war und Meranchef
vergeblich versuchte, keine Gewissensbisse wegen der Verurteilung
Imertnebes zu haben. Ihre Dienerin Nubhotp dachte an eine Rückkehr
nach Negada. Offensichtlich zeigte sich die grosse Einweihung weniger
kraftvol als sie je wahrgenommen hat.
Plötzlich bemerkte Imertnebes, dass
sie sich hoch über dem Nil befand. Sie flog als weisser Vogel
höher und höher. Sie erkannte das Rote Meer, die heisse
Wüste, das Band der Städte entlang des Nils und das weitentfernte
Memphis, die Hauptstadt. Heiligtümer, Pyramiden, die Sphinx –
all das konnte sie mit einem Blick erfassen. Sie realisierte, dass
sie gestorben ist und dass sie bald die Unterwelt erreichte, die offensichtlich
nicht unter den Füssen der Menschheit liegt, sondern hoch in
den Wolken. Sie befand sich so hoch, wo weder Wolken noch Luft sind.
Aber das war auch gar nicht nötig, denn, was sollte ihre Seele
auch mit Luft anfangen. Sie musste nicht atmen. Dort zu SEIN, wo immer
das auch sein mag, das ist alles, was zählt.
Nach einer Weile bemerkte sie, dass sie
alle Grenzen irdischer Existenz zugelassen hatte. Neben ihr flog ein
anderer Vogel. Noch einer schloss sich an, und dann noch einer. Ein
paar Momente später kam eine Gruppe von Vögeln von einer
anderen Seite hergeflogen, und sie setzten zusammen ihren Weg fort.
Immer mehr Vögel schlossen sich an, und der ganze Schwarm liess
sich auf grünen Wiesen in einer grossen Oase nieder. Sie stellte
fest, dass sie, wie die anderen, nicht länger ein Vogel war.
Jeder trug einfache Gewänder aus Leinen. Auf dem Gipfel eines
Berges erschienen Leute in weissen Gewändern. Eine von ihnen
war ihre verstorbene Mutter, oder war es Renenwetet? Sie lief auf
sie zu, und während sie schrie, fielen sie sich beide Frauen
in die Arme. Willkommen, liebe Nibi. Deine Reise ist beendet. Komm
mit mir in mein Heim...
Deine machtvollen Flügel
Umschlingen mich
Mit so viel Liebe.
Deine Kraft an meiner Seite. Deine Flügel
Ergreifen mich.
Mich, mit meinem ganzen SEIN
Du trägst mich zum Gipfel.
Deine Flügel
Sie werden mich nicht gehen lassen
Sie werden mich nicht fallen lassen
Deine Flügel, meine Flügel
Schlingen sich ineinander
Hier und im Jenseits
Es liegt an Dir, dass ich Weisheit sammle.
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